Katzen stammen von wüstenangepassten Tieren ab und haben oft einen geringen Durst. Viele trinken von sich aus zu wenig—was zu Dehydrierung, Harnkristallen und Nierenbelastung beitragen kann. Ihre Katze zu mehr Flüssigkeitsaufnahme zu animieren, ist eines der Besten, was Sie für ihre langfristige Gesundheit tun können.
Hier sind 5 kreative, praktische Wege, um Ihre Katze zum Trinken zu bewegen—ohne Druck oder Stress.

1. Katzentrinkbrunnen nutzen
Viele Katzen werden von fließendem Wasser angezogen. Sie ignorieren vielleicht eine stehende Schale, trinken aber vom tropfenden Hahn oder einem Brunnen. Fließendes Wasser kann für sie frischer schmecken und „natürlicher“ wirken.
So geht's:
- Einen Katzentrinkbrunnen (elektrisch oder batteriebetrieben) mit sanftem Strahl oder sprudelndem Wasser besorgen.
- Abseits vom Futternapf aufstellen (Katzen bevorzugen oft Wasser getrennt vom Futter).
- Sauber halten: Filter und Wasser regelmäßig wechseln, damit es nicht schlammig oder staubig wird.
Ein Brunnen allein kann bei manchen Katzen die Trinkmenge deutlich erhöhen.
2. Nassfutter füttern (oder Wasser ins Futter mischen)
Nassfutter enthält typischerweise etwa 70–85 % Wasser (Dose/Beutel) und ist eine einfache Möglichkeit, die Flüssigkeitsaufnahme zu steigern, ohne dass die Katze aus dem Napf trinken muss. Schon eine Mahlzeit auf Nassfutter umstellen oder einen Nassfutter-Topper zum Trockenfutter reicht aus.
So geht's:
- Dosen- oder Beutelfutter in den täglichen Futterplan Ihrer Katze einplanen.
- Wasser ins Nassfutter mischen: Ein bis zwei Esslöffel Wasser unterrühren, viele Katzen lecken die Soße auf.
- Wasser ins Trockenfutter: Bei Katzen, die Trockenfutter fressen, etwas Wasser zugeben und kurz einweichen lassen (eingeweichtes Trockenfutter bei Wärme nicht zu lange stehen lassen).
Denken Sie daran, beim Futterwechsel innerhalb des täglichen Kalorienziels Ihrer Katze zu bleiben.
3. Wasser an mehreren Stellen anbieten
Katzen trinken eher, wenn Wasser bequem und sicher erreichbar ist. Eine einzelne Schale an einem lauten oder belebten Ort wird oft ignoriert.
So geht's:
- Mehrere Wassernäpfe an ruhigen, gut erreichbaren Stellen aufstellen: in der Nähe von Lieblingsplätzen, in verschiedenen Räumen, weg von Klo und Futter.
- Breite, flache Näpfe verwenden, damit die Schnurrhaare nicht an den Rand stoßen (manche Katzen mögen tiefe, schmale Näpfe nicht).
- Glas oder Keramik riechen und schmecken oft neutral; manche Katzen bevorzugen sie gegenüber Plastik.
Mehr Optionen bedeuten mehr Gelegenheiten für Ihre Katze, über den Tag zu trinken.
4. Wasser interessanter machen (sicher)
Ein Hauch von Geschmack oder etwas Neues kann zum Trinken animieren—wenn es unbedenklich ist.
So geht's:
- Eiswürfel: Einen kleinen Eiswürfel in den Napf geben; manche Katzen spielen und lecken am kalten Wasser.
- Wasser aus Thunfisch- oder Hühnchendose: Eine winzige Menge der Flüssigkeit aus ungesalzenem Thunfisch (in Wasser) oder gekochtem Huhn in den Wassernapf geben. Nicht täglich oder in großen Mengen; nur gelegentlich als Anreiz.
- Täglich frisches Wasser: Wasser mindestens einmal täglich wechseln, damit es kühl und sauber bleibt. Abgestandenes Wasser ist weniger anziehend.
Vermeiden Sie Salziges, Süßes oder Zwiebel/Knoblauch; im Zweifel nur klares Wasser oder ein wenig Thunfisch-/Hühnersaft.
5. Verschiedene Napftypen und Temperaturen ausprobieren
Katzen können wählerisch sein bei Napfform, Material und Wassertemperatur.
So geht's:
- Breit und flach: Reduziert Schnurrhaar-Stress und erleichtert das Lecken.
- Material: Keramik, Glas oder Edelstahl ausprobieren, wenn Ihre Katze Plastik meidet.
- Temperatur: Manche Katzen bevorzugen Zimmertemperatur; andere finden kaltes Wasser (z. B. nach Eiswürfel) interessant. Bieten Sie an, woraus Ihre Katze zuverlässig trinkt.
Kleine Änderungen können bei wählerischen Trinkern viel ausmachen.
Warum das wichtig ist: Flüssigkeit und Gesundheit
Katzen, die genug Flüssigkeit bekommen, sind weniger anfällig für:
- Dehydrierung (besonders bei Hitze oder Krankheit).
- Harnkristalle oder -steine.
- Langfristige Nierenbelastung.
Die Kombination aus Nassfutter, Brunnen und gut platzierten Näpfen reicht oft aus, um die Aufnahme spürbar zu steigern. Beobachten Sie das Trinkverhalten und die Urinmenge; bei Sorge, dass sie noch zu wenig trinkt oder Anzeichen von Krankheit zeigt, zum Tierarzt.
Fazit
Damit Ihre Katze mehr trinkt:
- Katzentrinkbrunnen für fließendes, frisch schmeckendes Wasser.
- Nassfutter füttern und/oder Wasser zu den Mahlzeiten geben.
- Mehrere Wassernäpfe an ruhigen, zugänglichen Stellen; breite, flache Näpfe.
- Wasser ansprechend machen mit täglich frischem Wasser und gelegentlich sicherem Geschmack (z. B. Tropfen Thunfischsaft).
- Verschiedene Napftypen und Temperaturen ausprobieren, passend zu den Vorlieben Ihrer Katze.
Für eine ausgewogene Ernährung, die den Kalorienbedarf Ihrer Katze deckt, während Sie auf Flüssigkeit achten, nutzen Sie unseren Tier-Futterplaner für genaue Portionen—und kombinieren Sie das mit diesen einfachen Tricks, damit Ihre Katze gut hydriert bleibt.


